E-Mail-Marketing

E-Mail-Marketing – „Bitte keine Werbung einwerfen!“

Werbung in Form von E-Mails ist effektiv einsetzbar, kostengünstig und erreicht mit nur einem Mausklick Tausende Adressaten. Sowohl für Unternehmer als auch für Verbraucher ist es entscheidend zu wissen, wie aus einer (grundsätzlich zulässigen) Werbe-Mail eine (unzulässige) Spam-Mail wird. Hier zu Lande wird generell jede Art von Werbung, die Verbraucher mittels Telekommunikationsmitteln erreichen, von der Zustimmung der Adressaten abhängig gemacht. Allerdings wird bei den einzelnen Übermittlungsmethoden zwischen der so genannten „Opt-in“- und der „Opt-out“- Lösung unterschieden. Letztere findet lediglich beim Direktmailing, also beim Verteilen von Werbeblättchen, Anwendung. Diese „klassische“ Werbeform wird erst einmal als zulässig angesehen – so lange, bis der einzelne Adressat widerspricht. Die Briefkasten-Auf- kleber mit den entsprechenden Hinweisen dürften hinlänglich bekannt sein. Diese Lösung ist innerhalb der Rechtsprechung bereits seit über zehn Jahren geklärt.

Neu sind dagegen die Probleme und auch deren Lösungsansätze bei den modernen Vertriebsformen mit Hilfe der unterschiedlichen Telekommunikationsmittel. Für diese gilt die „Opt-in“-Lösung, nach der jede Form der Werbung per Telefon, Fax oder E-Mail grundsätzlich als aufdringlich und somit als unzulässig eingeordnet wird. Dies ist inzwischen auch in den §§ 3, 7 des Gesetzes gegen unlauteren Wettbewerb (UWG) gesetzlich normiert.

Ausnahmsweise sind diese Werbeformen zulässig, wenn der Verbraucher sein ausdrückliches Einverständnis dazu erteilt hat oder der Werbende die Mail-Adresse des Verbrauchers im Zusammenhang mit dem Erwerb von Waren oder Dienstleistungen erhalten hat. Bei gewerblichen Adressaten reicht es aus, dass auf Grund konkreter Umstände von einem sachlichen Interesse an der jeweiligen Werbung ausgegangen werden konnte. Diese „konkreten Umstände“ müssen im Zweifel aber vom Werbenden nachgewiesen werden. Daher ist der Werbende auf der sicheren Seite, wenn er sich auch in deisem Fall das Einverständniss abholt. Ein Newsletter z.B. muss für den Verbraucher jederzeit wieder abbestellbar sein.