Zahlungsmittel Online Shop

Aktuell haben sich die Zahlung per Vorkasse, Nachnahme, Lastschrift, Kreditkarte und Rechnung durchgesetzt. Kunde und Händler haben dabei allerdings Benutzerführung: Der Kunde sollte immer wissen, wo genau er sich gerade befindet. Für den Shop-Betreiber bieten Vorauszahlung, Nachnahme und die Kreditkarte die größten Vorteile, da er hier am leichtesten an sein Geld kommt.

Das höchste Risiko hat er bei den Verfahren, die die Kunden bevorzugen: Versand gegen Rechnung und Lastschrift. Im ersten Fall ist die Gefahr groß, dass der Kunde nicht zahlt. Im zweiten Fall kann die Zahlung vom Kunden widerrufen werden. Trotz dieser Risiken sollten Einsteiger ihren Kunden möglichst viele dieser Bezahlverfahren anbieten, da sie die Präferenzen ihrer Kunden noch nicht kennen. Erst wenn sich bestimmte häufig durchgeführte Bezahlmethoden herausgeschält haben, können die weniger genutzten aufgegeben werden.

Die Daten sollten in jedem Fall SSL-verschlüsselt übertragen und der Kunde auf die Verschlüsselung hingewiesen werden. Spezielle Online-Zahlungssysteme sind nur dann interessant, wenn entsprechende Produkte angeboten werden. So eignet sich das recht weit verbreitete Micropayment-System Click&Buy von Firstgate nicht für den Verkauf von hochpreisigen Produkten. Dafür aber umso mehr für den Bezahl-Download von Software, Musik oder elektronischen Fachartikeln. Solche Downloads lassen sich via Firstgate mit Beträgen von bis zu zehn Euro abrechnen, vorausgesetzt Händler und Kunde sind bei Firstgate registriert.

Was besonders Anfänger oft nicht wissen: Bei der Preisauszeichnung müssen immer Endpreise genannt werden, die Mehrwertsteuer muss eingerechnet oder klar erkenntlich sein. Auch andere Preisbestandteile wie Liefer- und Versandkosten müssen angezeigt werden. Diese Vorgaben verlangt nicht nur der Gesetzgeber, sie sollen auch als vertrauensbildende Maßnahmen dem Kunden gegenüber verstanden werden.

Rechtlich sind bei einem Shop-Angebot vor allem die allgemeinen Geschäftsbedingungen (kurz: AGB) unerlässlich. Nach dem Fernabsatzgesetz müssen die Kunden beim Bestellen bestätigen, dass sie die AGB gelesen haben und akzeptieren. Der Shop-Betreiber ist verpflichtet, vor Abschluss eines Kaufvertrages ausdrücklich auf die AGB hinzuweisen. Üblicherweise geschieht dies heute dadurch, dass ein Bestellvorgang überhaupt nur dann fortgesetzt wird, wenn die Kunden vorab mit einem Button das Lesen der AGB bestätigen.